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Burgkapelle St. Stephan

Gotische Fresken zwischen den Burgen von Morter


Die Burgkapelle St. Stephan liegt auf einem Felsrücken oberhalb von Morter bei Latsch, unmittelbar am Eingang des Martelltals. Nur wenige Schritte von der Burg Obermontani entfernt, wirkt das kleine Kirchlein von außen schlicht und unscheinbar. Im Inneren verbirgt sich jedoch ein außergewöhnlicher kunsthistorischer Schatz.

Die Kapelle ist dem heiligen Stephanus geweiht und wurde im romanischen Stil errichtet. Besonders berühmt ist sie für ihre hervorragend erhaltenen gotischen Fresken aus dem 15. Jahrhundert, die zu den bedeutendsten mittelalterlichen Wandmalereien im Vinschgau zählen.

Einzigartige Fresken aus dem Mittelalter
Die älteren Wandmalereien entstanden um 1430. An der Nordwand sind unter anderem Szenen aus dem Leben des heiligen Stephanus sowie Darstellungen der Ursulalegende und weiterer Heiliger zu sehen. Die Künstler dieser Fresken stammten vermutlich aus der Lombardei.

Weitere Malereien an der Süd- und Westwand entstanden im Zusammenhang mit der Weihe der Kapelle im Jahr 1487. Besonders eindrucksvoll sind der Passionszyklus und die Darstellung des Jüngsten Gerichts. Trotz ihres hohen Alters haben zahlreiche Fresken ihre intensive Farbwirkung bewahrt.

Die Kapelle misst lediglich rund 8 × 9 Meter. Gerade der Kontrast zwischen dem schlichten, fast wehrhaften Äußeren und der reichen Ausmalung im Inneren macht ihren besonderen Reiz aus.

Ein Besuch der Burgkapelle lässt sich hervorragend mit einem Spaziergang zu den nahe gelegenen Burgen Obermontani und Untermontani verbinden. Gemeinsam bilden die drei historischen Bauwerke ein außergewöhnliches Kulturensemble oberhalb von Morter und machen den Eingang des Martelltals zu einem besonders interessanten Ziel für Geschichts- und Kunstliebhaber.

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Bewertungen

Aktuelle Gästebewertungen zu: Burgkapelle St. Stephan

Sehr schlechte Wegbeschreibung, nur über die Burganlage zu erreichen, nicht , wie in Google maps angegeben, auf der Straße...wir waren vier verschiedene Besuchergruppen und haben den Weg zur Kapelle nicht gefunden. Also: von der Burganlage oben den Schittetweg unterhalb nehmen!
Dietlind Zigelli
Die kleine Kapelle ist ein Juwel. Wer in der Nähe ist muss sich die Zeit nehmen um sie zu besuchen. Als Fresko bezeichnet man das Ergebnis einer speziellen Maltechnik, bei der die Farben auf den noch frischen Kalkputz einer Wand aufgetragen werden, im Gegensatz zur Seccomalerei, die auf trockenem Grund angewendet wird.
Robert Riedl
Nette kleine Kapelle mit schöner Aussicht. Es gibt Bänke zum Verweilen und einen schönen Sonnenplatz zum in die Ferne schweifen
Markus MTB
Die kleine Kirche Santo Stefano di Obermontani liegt etwas außerhalb von Morter, einem Weiler in Laces, am Eingang zum Val Martello. Sie stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert, einige Mauerreste sind jedoch romanisch. Ihre strategische Lage dient als Tor von Tarres ins Val d'Ultimo oder Val di Non. Bekannt ist sie als die Sixtinische Kapelle Südtirols, aufgrund ihrer lombardischen Fresken von 1440 (mit Darstellungen des Heiligen Stephanus, der Heiligen Ursula, der Anbetung der Heiligen Drei Könige und der Madonna mit verschiedenen Figuren der Zeit – typische Motive der Internationalen Gotik) und der schwäbischen Fresken von 1480 (mit Darstellungen der Passion Christi und des Jüngsten Gerichts). Einst als Schafstall genutzt, ist sie glücklicherweise erhalten geblieben und kann mit einem sehr günstigen Ticket besichtigt werden. Eine Voranmeldung wird empfohlen. Wir hatten einen ausgezeichneten Führer. Vom Schloss Montani di Sopra aus sind es 10–15 Minuten Fußweg über einen unbefestigten Pfad. Der Weg lohnt sich auf jeden Fall.
Elena Casa
Sehr schöne kleine Kapelle mit Fresken von 1478 😊👋
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