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Die Burg Hocheppan zählt zu den eindrucksvollsten mittelalterlichen Burganlagen Südtirols und thront auf 636 Metern Höhe über Missian bei Eppan. Von der exponierten Lage auf einem Felssporn eröffnet sich ein beeindruckender Panoramablick über das Etschtal, das Überetsch und den Bozner Talkessel bis zu den Dolomiten. Mächtige Mauern, der markante Bergfried und die kunsthistorisch bedeutende Burgkapelle machen Hocheppan zu einem besonderen Ausflugsziel an der Südtiroler Weinstraße.
Die Burg Hocheppan wurde um 1130 von Graf Ulrich II. errichtet und gehörte bereits damals zu den mächtigsten Adelssitzen des Landes. Nach ihrer Zerstörung im Jahr 1158 wurde die Anlage kurze Zeit später wiederaufgebaut. Besonders markant ist der fünfeckige Bergfried, der sich 23 Meter über die Burganlage erhebt.
Das kunsthistorische Highlight ist die Burgkapelle, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Wandmalereien auch als „Sixtinische Kapelle der Alpen“ bezeichnet wird. Die romanischen Fresken aus dem 13. Jahrhundert zeigen religiöse Darstellungen sowie ungewöhnliche Motive aus dem mittelalterlichen Alltag. Besonders bekannt ist die sogenannte „Knödelesserin“. Burg und Kapelle können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Auch die beliebte Drei-Burgenwanderung verbindet Hocheppan mit Schloss Korb und der Burgruine Boymont.