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Der Faglssee liegt auf rund 2.090 Metern Höhe oberhalb von St. Martin in Passeier und zählt zu den stillen Bergseen des Passeiertals. Eingebettet in die alpine Landschaft der Texelgruppe, ist der kleine See von Bergwiesen und felsigen Hängen umgeben und bietet ein besonders ursprüngliches Naturerlebnis.
Unterhalb des Sees befindet sich auf 1.980 Metern Höhe die Faglsalm. Von der Alm sind es nur noch etwa 20 Minuten beziehungsweise rund 125 Höhenmeter bis zum Faglssee. Besonders im Sommer lässt sich die Wanderung damit gut mit einer Einkehr auf der Alm verbinden.
Eine Besonderheit ist die alte Sage rund um den Faglssee. Er wird zu den sogenannten „Wetterseen“ gezählt. Der Überlieferung zufolge soll der See bei herannahendem Schlechtwetter geheimnisvolle, weithin hörbare Geräusche von sich geben.
Wandern zum Faglssee
Ein beliebter Ausgangspunkt für die Wanderung ist Magdfeld bei St. Martin in Passeier. Von dort führt der Weg zunächst durch schattigen Wald und anschließend über offene Bergwiesen zur Faglsalm. Oberhalb der Alm geht es weiter hinauf zum Faglssee. Die komplette Rundwanderung ab Magdfeld umfasst rund 10 Kilometer und 1.000 Höhenmeter; dafür sollten etwa fünf Stunden eingeplant werden. Die Tour wird als mittelschwer eingestuft.
Wer die Wanderung etwas verkürzen möchte, kann auch bei den Rappenhöfen auf rund 1.285 Metern starten. Von dort führt der Weg Nr. 4 hinauf zur Faglsalm und weiter zum See. Die Kombination aus einsamem Bergsee, uriger Alm und ursprünglicher Berglandschaft macht den Faglssee zu einem besonders schönen Wanderziel im Passeiertal.