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- Stettiner Hütte (Schnals)
Die Stettiner Hütte zählt zu den eindrucksvollsten hochalpinen Schutzhütten Südtirols. Sie liegt auf 2.875 Metern Höhe am Eisjöchl in der Texelgruppe und ist ein bedeutender Stützpunkt für Wanderer und Bergsteiger. Von Schnals aus lässt sich die Hütte durch das ursprüngliche Pfossental erreichen – eine lange, aber landschaftlich besonders reizvolle Bergwanderung durch den Naturpark Texelgruppe.
Die Stettiner Hütte, italienisch Rifugio Petrarca, steht unmittelbar unterhalb des Eisjöchls, einem hoch gelegenen Übergang zwischen dem Pfossental und dem Passeiertal. Die erste Hütte wurde bereits im späten 19. Jahrhundert errichtet. Nachdem ein Lawinenabgang das frühere Gebäude 2014 schwer beschädigt hatte, entstand an derselben Stelle eine moderne Schutzhütte, die sich mit ihrer markanten Architektur in die felsige Hochgebirgslandschaft einfügt.
Von Schnals führt eine besonders schöne Route durch das Pfossental zur Hütte. Ausgangspunkt ist der Vorderkaser, von dem der Weg an mehreren Almen vorbei taleinwärts führt. Über die Mitterkaser Alm und die Rableid Alm erreicht man den Eishof auf über 2.000 Metern. Anschließend wird die Landschaft zunehmend karger und der Weg steigt durch das hintere Pfossental hinauf zum Eisjöchl und zur Stettiner Hütte.
Die Hütte ist außerdem ein wichtiger Stützpunkt am Meraner Höhenweg. Der hochalpine Abschnitt über das Eisjöchl verbindet das Pfossental mit dem Passeiertal. Aufgrund der Höhenlage können selbst im Sommer Schneefelder auftreten. Für die Tour sind daher gute Kondition, Trittsicherheit, passende Bergausrüstung und stabile Wetterverhältnisse wichtig.
Rund um die Stettiner Hütte erheben sich zahlreiche mächtige Gipfel der Texelgruppe. Besonders bekannt ist die nahe Hohe Weiße mit 3.278 Metern. Auch ohne Gipfelbesteigung beeindruckt das Gebiet mit weiten Ausblicken über die einsame Hochgebirgslandschaft und macht die Stettiner Hütte zu einem außergewöhnlichen Wanderziel oberhalb des Schnalstals.