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Langtaufers ist ein abgeschiedenes Hochtal im oberen Vinschgau und zweigt bei Graun am Reschensee nach Osten ab. Rund zehn Kilometer zieht sich das Tal tief hinein in die Ötztaler Alpen und endet beim kleinen Bergdorf Melag auf rund 1.900 Metern Höhe. Mächtige Dreitausender, Gletscher, Lärchenwälder und weitläufige Almwiesen prägen die ursprüngliche Landschaft.
Über dem Talschluss erhebt sich die 3.738 Meter hohe Weißkugel, der zweithöchste Gipfel der Ötztaler Alpen. Gemeinsam mit dem Langtauferer Ferner und weiteren Gletschern bildet sie eine beeindruckende hochalpine Kulisse. Kleine Weiler wie Pedross, Kappl, Gschwell und Melag verleihen Langtaufers seinen ursprünglichen Charakter.
Wandern in Langtaufers
Besonders beliebt ist die Wanderung von Melag zur Melager Alm. Wer weiter in die Bergwelt vordringen möchte, folgt dem Gletscherlehrpfad hinauf zur Weißkugelhütte auf 2.557 Metern. Entlang des Weges informieren mehrere Stationen über die Entstehung der Gletscherlandschaft und den Rückgang des Eises.
Ein weiteres Highlight ist der Langtauferer Höhenweg, der herrliche Ausblicke auf die Weißkugelgruppe und ihre Gletscher bietet. Erfahrene Alpinisten finden rund um die Weißkugel zudem zahlreiche anspruchsvolle Berg- und Hochtouren.
Auch im Winter zeigt sich Langtaufers von seiner besonderen Seite. Langlaufloipen, Winterwanderwege und Skitouren führen durch die verschneite Landschaft und machen das ruhige Tal zu einem beliebten Ziel für Naturliebhaber.
Die Kombination aus ursprünglichen Bergdörfern, Gletschern, Almen und mächtigen Dreitausendern macht Langtaufers zu einem der eindrucksvollsten Hochtäler im Vinschgau.