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- Mühlbacher Klause
Die Mühlbacher Klause liegt zwischen Mühlbach und Vintl und zählt zu den eindrucksvollsten historischen Wehranlagen im Pustertal. Ihre Lage war strategisch bedeutend: Im Jahr 1271 verlief hier die Grenze zwischen den Grafschaften Tirol und Görz. Graf Meinhard II. ließ deshalb eine Grenzbefestigung errichten, die den wichtigen Verkehrsweg durch das Pustertal kontrollierte.
Die ursprüngliche Klause befand sich rund 600 Meter westlich der heute erhaltenen Anlage. Im 15. Jahrhundert entstand unter Erzherzog Sigismund von Österreich, genannt „der Münzreiche“, eine neue Befestigung. Charakteristisch sind die mächtigen Rundtürme und Wehrmauern, die sich bis heute eindrucksvoll an den bewaldeten Hang schmiegen. Die Klause diente dabei nicht nur der Verteidigung, sondern auch als Zollstation und Wohnsitz.
Schauplatz Südtiroler Geschichte
Über Jahrhunderte war die Mühlbacher Klause immer wieder Schauplatz geschichtlicher Ereignisse. Sie spielte unter anderem während der Bauernkriege von 1526 und beim Tiroler Aufstand von 1809 eine Rolle. Danach verlor die Befestigungsanlage zunehmend ihre Bedeutung. Ende des 20. Jahrhunderts wurde die historische Anlage restauriert und damit für die Nachwelt erhalten.
Heute kann die Mühlbacher Klause während der Sommermonate im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Besonders praktisch für Radfahrer: Auch der Pustertaler Radweg führt unmittelbar an der historischen Festungsanlage vorbei. Damit lässt sich ein Besuch hervorragend mit einer Wanderung oder Radtour rund um Mühlbach verbinden.