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Wie eine mächtige Felsenburg erhebt sich der Sellastock über den Tälern der Dolomiten. Steile Wände und Türme umrahmen eine karge Hochfläche, aus der sich der Piz Boè als höchster Gipfel auf 3.152 Meter erhebt. Die auch Sellagruppe genannte Berggruppe liegt zwischen Gröden, Gadertal, Fassatal und Buchenstein und erstreckt sich über Südtirol, das Trentino und dem Veneto.
Schon von den umliegenden Passstrassen aus zeigt sich die Sella immer wieder von einer anderen Seite. Sellajoch, Grödner Joch, Campolongopass und Pordoijoch verbinden die Täler rund um das Massiv. Zwischen grünen Wiesen, schroffen Felsflanken und weiten Ausblicken finden Sie zahlreiche Möglichkeiten, die Berglandschaft auf sich wirken zu lassen.
Wer die Hochfläche kennenlernen möchte, kann vom Pordoijoch mit der Seilbahn auf den Sass Pordoi fahren. An der Bergstation auf rund 2.950 Metern öffnet sich ein eindrucksvoller Blick auf die umliegenden Dolomitengipfel, darunter die Marmolada und der Langkofel. Eine Einkehr im Rifugio Maria lässt sich mit dem Besuch der Aussichtsterrasse verbinden.
Für erfahrene Bergwanderer bietet der Sellastock anspruchsvolle Touren, etwa zum Piz Boè oder über Teile des Dolomiten-Höhenwegs Nr. 2. Die Wege auf dem Massiv führen durch hochalpines Gelände und sind je nach Route ausgesetzt oder gesichert. Planen Sie Ihre Tour passend zu Erfahrung und Kondition und beachten Sie Wetter, Schneelage und Betriebszeiten der Bergbahnen.
Im Winter steht die Sellaronda für eine Skirunde um das Massiv, die die vier Täler miteinander verbindet. Im Sommer entdecken Wanderer, Kletterer und Radfahrer die Landschaft auf unterschiedlichen Routen. Auch ohne Gipfelbesteigung lohnt sich ein Aufenthalt: Die wechselnden Ansichten der Felswände machen bereits einen Ausflug zu den umliegenden Pässen zum Erlebnis.